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Autoindustrie unter Strom.

Was Elon Musk mit TESLA realisiert hat, lässt die Branche in hektische Betriebsamkeit verfallen.

Leise, emissionsfrei, selbstfahrend und mit alltagstauglicher Reichweite: Die neueste Generation von Elektroautos zeigt uns, wohin die Reise zukünftig geht.

 

 

Als 2003 Elon Musk, Martin Eberhard, Marc Tarpenning, JB Straubel und Ian Wright im Silicon Valley die Firma TESLA Motors, Inc. gründeten, hätte wohl niemand gedacht, dass sie damit wenige Jahre später einen Paradigmenwechsel in der Autoindustrie herbeiführen würden.

 

Menschen in langen Schlangen, die länger als 12 Stunden vor innerstädtischen Retailern ausharren. Sehen wir solche Szenen, sind wir automatisch versucht, das weiße Logo mit dem angebissenen Apfel an der Fassade zu suchen. Hier wird jedoch nicht für ein neues Smartphone oder Tablet angestanden, sondern für ein Auto. Das Model 3 von TESLA.

 

„Emissionsfreie Serien(sport)wagen in großer Stückzahl für ein breites Publikum bauen“, so das Gründungsziel von TESLA Motors, Inc. Wie gut das funktioniert, sieht man inzwischen an den immer mehr werdenden TESLA-Superchargern an den Tankstellen. Das Konzept ist vielversprechend. Einmal einen TESLA gekauft und nie wieder nur einen Cent für Treibstoff ausgeben müssen, denn das Laden des Akkus ist für TESLA-Kunden komplett kostenlos. Für immer. Gepaart mit einem intelligent vernetzten Navigationssystem, welches die geplante Route unter Berücksichtigung der Superchargers-Standorte berechnet, scheint das Gesamtkonzept von Herrn Musk aufzugehen. In den letzten drei Jahren wurden von TESLA 2.832 Supercharger aufgestellt, was das Konzept somit langsam massentauglich macht.

 

Doch der Plan ist größer: Musks erklärtes Ziel ist kein geringeres als die gesamte Transportindustrie zu revolutionieren. Und nicht nur die. Dabei geht er sehr geschickt vor. In den letzten Jahren verfolgte er Schritt für Schritt seinen Plan. Anfangs konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, Musk baue mit seinem ersten Sportwagen - übrigens das erste Auto mit Lithium-Ionen-Batterien - nur ein Spielzeug für wohlhabende Kunden. In Wirklichkeit hat ihm der Roadster die finanziellen Mittel für seinen nächsten Schritt beschert: die Entwicklung der Luxus-Limousine Model S. Diese wiederum finanziert das kürzlich vorgestellte Model 3, den Bau der TESLA-Gigafactory und den Ausbau des kostenlosen Supercharger-Netzwerkes. 

 

Mit der Gigafactory setzt Musk einen weiteren Grundstein für die Massentauglichkeit seiner Autos. Sie soll zum einen die Produktionskosten der Lithium-Ionen-Zellen um 30% senken und zum anderen die Produktionskapazität steigern. Angestrebtes Ziel ist die Auslieferung von 35GWh-Zellen pro Jahr. Das ist mehr als die weltweite Gesamtproduktion von 2003! Bis 2020 sollen so jährlich 500.000 Fahrzeuge mit kostengünstigen Batteriepaketen ausgestattet werden. Für Musk versteht es sich von selbst, dass die Gigafactory zu 100% mit selbstgewonnenem Solarstrom betrieben wird. Aufgrund seiner Größe (sie ist eins der größten von Menschenhand gebauten Gebäude der Welt und aus dem All erkennbar) produziert die Batteriefabrik mehr Elektrizität, als benötigt und speist den Überschuss ins öffentliche Netz ein.

 

Doch was machen die Global Player der Autoindustrie? Sie scheinen langsam aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen und den Ernst der Lage zu erkennen. Denn Apple, Google und TESLA sind gerade dabei, den Beweis anzutreten, dass die alten Industrien im Zeitalter der Digitalisierung bedeutungslos werden könnten. Die vermeintliche Stärke der etablierten Autobauer ist die jahrzehntelange Erfahrung und gewachsene Infrastruktur, die jedoch auf dem System des alten Verbrennungsmotors basiert. Das könnte die Schwachstelle im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Elektromobilitätsmarkt sein.

 

Totgesagte leben bekanntlich länger und so lohnt der Blick in die Entwicklungsabteilungen der etablierten Autobauer. Schaut man sich den F 015 von Mercedes Benz an, so kommt dieser eine deutliche Nasenlänge innovativer und futuristischer daher. Jedoch handelt es sich hier um ein ConceptCar, dessen Serienreife in den buchstäblichen Sternen steht. Dies liegt unter anderem an der Tatsache, dass es sich nicht nur um ein E-Auto, sondern um ein völlig autonom fahrendes Modell handelt. Bezüglich des autonomen Fahrens konnten die Stuttgarter vor einiger Zeit auf der A8 mit ihrem selbstfahrenden Future Truck 2025 einiges an Aufsehen erregen, der jedoch noch von einem herkömmlichen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Concept- bzw. HybridCars, welche den Weg in die Zukunft der Mobilität zeigen sollen, haben inzwischen nahezu alle Autobauer. Nur mit der Serienreife und Akzeptanz in der Bevölkerung hapert es noch. Und was Apple in Kalifornien (und einem geheimen Zentrum in Berlin) zur Zeit entwickelt, ist offen. Geheimnisse hüten können die Kalifornier (Wobei eine schnelle großstädtische Marktdurchdringung per Carsharing (statt Vetriebsnetz) zum offenen Geheimnis werden könnte.). Was feststeht: Das iCar wird kommen und Daimler, GM, Toyota, Nissan, BMW und Audi sind zur Zeit die Gejagten. Die Jäger sind Apple, Google und TESLA.

 

Da wundert es nicht, dass TESLA 2015 von Forbes zum weltweit innovativsten Unternehmen gekürt wurde. Bleibt abzuwarten, wie die übrige Autoindustrie den von Musk mit Schmackes hingeworfenen Federhandschuh aufnehmen wird. Zur Zeit sind die Autos vor Herrn Musk State of the Art. Nachhaltig, emissionsfrei, schnell, sexy und massentauglich. 350.000 Vorbestellungen in der ersten Woche sprechen eine deutliche Sprache. Zudem jede Vorbestellung mit 1.000$ (!) zu Buche schlägt. Setzt man sich hinter das Steuer eines Model 3, so spürt man die Botschaft sofort: Willkommen im 21. Jahrhundert! Die THOMSEN GROUP nutzt bereits seit einigen Jahren TESLA-Shuttles, um Mandanten vom Airport abholen zu lassen.

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